Perspektiven und konzeptionelle Ziele

Wir müssen uns von der engen Konzeption einer Förderschule trennen. Um die Ursachen und die Störungsbereiche wirksam und nachhaltig zu beeinflussen, ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit eines Förderzentrums notwendig, in dem die Schule nur ein Bestandteil ist.  

 

Das Ziel muss die Entwicklung eines Zentrums zur Förderung von Kindern mit sozial- emotionalen Störungen sein.

  • Dabei gilt grundsätzlich:
  • Betreuung  so kurz wie möglich mit dem Ziel der Reintegration,
  • Umfassende Diagnostik des Kindes und aller Lebensbereiche,
  • Abgestimmte, ganzheitlich ausgerichtete Unterstützung (Kind, Schule, Familie, Umfeld)
  • Zusätzliche sonderpädagogische Unterstützung in den Bereichen Lernen und Sprache, 
  • Verlässliche Unterstützung in der Regelschule und begleitete Rückführung im notwendigen und möglichen Umfang

 

Zielsetzung

  • Herauslösung aus einer hoch belasteten Situation mit dem Ziel der zeitnahen Rückführung
  • Analyse des Ursachengefüges
  • Stärkung des Kindes
  • Stärkung und wenn nötig Veränderung der Lebenswelt des Kindes
  • Entlastung der Grundschule
  • Veränderung der Lernbedingungen des Kindes in der Grundschule Keine dauerhafte Separation in einer Förderschule
  • Kinder bleiben im Kontakt mit der Grundschule, entsprechende Vereinbarungen mit der Grundschule werden getroffen

 

Der Erfolg eines solchen Zentrums wird maßgeblich davon abhängen, wie es gelingt,

  • die Schule zu öffnen und eine lebendige Zusammenarbeit mit der Grundschule und der Beratungsstelle zu entwickeln,
  • Grundsätze des Unterrichts, der Gestaltung des Schullebens und der Schulorganisation als Ganztagsschule an den Bedarf von Kindern mit schweren Störungen anzupassen
  • Ein ganzheitliches Angebot zu schaffen, dass den Bedarf des einzelnen Kindes, der Familie und des gesamten Lebensumfeldes einbezieht.

 

 

Um ein solches Förderzentrum zu entwickeln muss die isolierte Betrachtungsweise der verschiedenen Träger von Interventionen aufgegeben werden. Bezogen auf diese zahlenmäßig geringe Klientel ist ein abgestimmtes, gleichberechtigtes und vor Ort verknüpftes Interventionssystem  notwendig.

 

Dazu gehört eine gute personelle Ausstattung aller Bereiche ebenso, wie die Bereitschaft, vorurteilsfrei verschiedene Sichtweisen anzuerkennen.

 

Um wirklich abgestimmt vorzugehen können Förderausschüsse und Hilfeplangespräche als Institutionen mit der gleichen Zielsetzung zusammengelegt werden.

 

Fachberatungen finden grundsätzlich gemeinsam statt. Psychologen und Therapeuten werden als Berater in schulische Konferenzen eingebunden.

 

Kooperation und Partizipation

 

Leitsätze

 

  • Prägend und unerlässlich für den Schulalltag sind die Kooperationen mit dem Fröbelhort und dem Verein §13 e. V.,  dem der Schulsozialarbeiter angehört.
  • Schule mit dem Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ funktioniert nur in institutioneller Zusammenarbeit vor Ort mit dem Jugendamt und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe.
  • Aufgrund der Veränderung der Schülerklientel ist es dringend erforderlich, externe medizinische und psychologische Diagnostik und Therapien in jedem Fall einzuholen und diese in die schulische Arbeit einzubinden.

 

Die im Rahmen des Ganztagsangebotes der Schule bestehenden Kooperationsverträge mit geeigneten Partnern, die den Schülerinnen und Schülern Angebote im musisch-kreativen und sportlichen Bereich machen, sollten beibehalten und ausgebaut werden.

 

Die Fröbelschule pflegt seit Jahren Kontakte zu verschiedenen Einrichtungen des öffentlichen Lebens (z. B. MAZ,  Hans-Otto-Theater, Kaufland, verschiedene Jugendclubs, Universität Potsdam, Fischerei Weber u.s.w.) und nutzt deren Angebote.

 

Die Ziele der Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler finden Sie Symbol pdf.gif hier zum Download als PDF Datei.

 

Ziele und Formen.jpg

 

Elternarbeit

  • Einbindung der Eltern erfolgt als Selbstverständlichkeit,
  • gemeinsame Absprachen von Maßnahmen und Schwerpunkten des Förderplans
  • unmittelbare Teilnahme an schulischen Höhepunkten,
  • jährliche Elternbesuche, Elternversammlungen, regelmäßige Gespräche

 

Die Vereinbarung zwischen der Fröbelschule und den Eltern finden Sie hier Symbol pdf.gif als PDF Datei.