Schulleben

Unsere Schule ist im Rahmenplan zu Folge eine Grundschule. Das Schulleben steht auf 4 Säulen, die für alle Schulen gelten, aber an unserer Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung durch die Art der Schüler besondere Akzente haben.                                                        


Unsere Säulen sind Kooperation, Verlässlichkeit, Empathie und Transparenz.

 

Kooperation bedeutet für uns:

 

Das Schulleben ist gekennzeichnet durch die Einheit von Schule, Hort und Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit allen Eltern und Kooperationspartnern. Für unsere Schüler ist es wichtig, dass der Hort sich nicht additiv an die Schule anschließt, sondern wenigstens überlappend, wenn nicht sogar parallel existiert. Nur so ist es möglich,eine emotionale und soziale Kontinuität an einer Ganztagsschule zu erreichen.

 

Mit allen Partnern ist ein ständiger Austausch über Verhaltensmodifikationen, wie zum Beispiel Tokensystemen, notwendig. Brüche und Unklarheiten können katastrophale Folgen haben.

 

Verlässlichkeit bedeutet für uns:

 

Durch die Spezifik der Schule ist eine ritualisierte und verlässliche Tagesstruktur zwingend notwendig. Ritualisiert meint hier die Möglichkeit fürs Kind, sich in einer Situation wohl fühlen zu können, ohne die Gefühle anderer erkennen und interpretieren zu müssen. (kann es nicht) Der Tagesablauf muss bekannt und berechenbar sein. Verlässliche Abfolgen von Tagesabschnitten geben dem Kind das Gefühl von Sicherheit.

 

So kann eine Lösung einer Krise durch Zeitablauf bewältigt werden, wenn sie sachlich nicht begründet ist. Die Schwelle zum maßlosen Enttäuschtsein von Dingen und Situationen, die nicht wie versprochen eintreffen, ist sehr niedrig und die Konsequenzen für den Unterricht verheerend.

 

Empathie bedeutet für uns:

 

Jeder Schüler hat das Recht auf Angstfreiheit, Ruhe, Akzeptanz und Hilfen in Krisensituationen. Wir sind uns bewusst, dass unsere Kinder massive Probleme mit sich und ihrer Umwelt haben. Sie finden selbst oft nicht zu einer Lösung. Dabei sind Mitschüler zur Konfliktlösung nur bedingt geeignet.

 

Es muss ein System geschaffen werden, das eine Konfliktlösung oder wenigstens Konfliktbesprechung zeitnah möglich macht.

 

Unter Transparenz verstehen wir unter anderem:

 

Zur Entwicklung sozialer Kompetenzen wird das pädagogische Vorgehen mit den Eltern abgestimmt.  Unsere Elternarbeit  muss dabei über die eigentliche und übliche Elternarbeit hinausgehen.

 

Es beginnt mit einem Vertrag zwischen Eltern und Schule, in dem genaue Zielvereinbarungen getroffen werden. Dabei gehen beide Seiten Verpflichtungen ein.

 

In festen Intervallen wird die Einhaltung überprüft. Zur Demonstration der engen Zusammenarbeit mit den Eltern gegenüber den Kindern haben sich regelmäßige Hausbesuche bewährt. Bei schulischen Höhepunkten werden Eltern in hohem Maße einbezogen.

 

Arbeit in der Förderschule

 

Eingangsphase

 

in Kooperation mit der Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstelle

  •  in der Grundschule
  • Gespräche mit den unterrichtenden Lehrern,

                  Erste Kontaktaufnahme zum Kind
                  Kontaktaufnahme zu den Eltern
                  Psychologische  Diagnostik

  • in der Förderschule (ca. 8 Wochen)

                  Leistungsanalysen in den Hauptfächern
                  Beobachtung unter den Bedingungen der Förderschule
                  Gemeinsamer Elternbesuch

  • Abschluss der Eingangsphase

                  Förderausschuss und Hilfeplangespräch
                  Abschluss eines Elternvereinbarung
                  Erstellung des Förderplanes

 

Aufgaben der Lehrer

Aufgaben der Erzieher und Sozialpädagogen

Eingangsphase

 

Analyse der Lerninhalte und der genutzten Arbeitsmaterialien der Grundschule

Gespräche mit dem Kind, den Lehrern und den Eltern

Gespräche in der Grundschule, Analyse der sozialen Strukturen in der Grundschulklasse, Einleitung des Hilfeplangespräches

Leistungskontrollen in den Hauptfächern, Leistungsanalyse unter Einbeziehung psychologischer Testergebnisse

Elterngespräche, Analyse der familiären Bedingungen, Soziogramm

Beobachtungen im Leistungs- und Sozialverhalten der ersten 6 Wochen, unter den Bedingungen der Fröbelschule

Beobachtungen im Hinblick auf Ordnung, Sauberkeit, Wachheit und emotionale Ausgeglichenheit in der Fröbelschule

Abschluss der Eingangsphase : Förderausschuss und Hilfeplangespräch

Beteiligung Beratungsstelle, Grundschule, Jugendamt, Psychologen

  

Arbeitsphase

 

 

Arbeit in Lerngruppen


  • Berücksichtigung der alters- und entwicklungsspezifischen Besonderheiten,
  • Vernetzung von Schule und Jugendamt in einem klar strukturierten und ritualisierten Tagesablauf
  • Kooperation mit medizinischen, psychologischen therapeutischen Angeboten Sonderpädagogische Förderung
  • Lernphasen mit einer Frühstückspause bis 12,00 Uhr
  • Öffnung des Unterrichts, Arbeit nach Wochenplänen

  • Individuelle  Förderung entsprechend der Leistungsanalysen

  • Kreativphasen und Projekte am Nachmittag Sozialpädagogische Förderung

  • Sozialpädagogische Intensivbegleitung

    Antiaggressionstraining, Konfliktmanagement, Sozialtraining

    Freizeitpädagogische Angebote, Projekte

    intensive Begleitung und Unterstützung der Familie

  • Förderung im Hort

  • Absicherung ganztägiger Angebote von 6.30 bis 18.00 Uhr

    Soziale Gruppenarbeit in Zusammenarbeit mit Angeboten externer Kooperationspartner und Sozialpädagogen

 

Eine Auflistung zu den Aufgaben der Lehrer und Erzieher während der Arbeitsphase finden Sie hierSymbol pdf.gif

 

 

Rückführungsphase

in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle und den Sonderpädagogen der      Grundschule

 

Entscheidung zum Zeitpunkt

  • Die Entscheidung über den Zeitpunkt der Rückführung treffen Sonderpädagogen, Sozialpädagogen und die Eltern gemeinsam im Rahmen der Klassenkonferenz. Die Entscheidung ist abhängig von der Entwicklung des Kindes im Förderzentrum und von Veränderungen im Umfeld des Kindes.
  • Grundlage für die Entscheidungsfindung ist die Entwicklungsprognose. Das Kind verbleibt im Förderzentrum, wenn auf der Grundlage der Förderbedingungen eine weitere positive Entwicklung zu erwarten ist.


Entscheidung zum Lernort

  • Der Lernort wird in Absprache mit den Eltern von der Beratungsstelle festgelegt. Dabei gilt vorrangig die Rückführung in die Herkunftsschule.
  • Voraussetzung für die Festlegung des Lernortes ist der Entwicklungsbericht des Förderzentrums


Fröbelschule

  • Klassenkonferenz zur Vorbereitung der Rückführung gemeinsam mit den Sozialpädagogen und den Erziehern
  • Elterngespräche über den Zeitrahmen und begleitende Hilfen

  • Gespräche mit dem Kind, individuelle Zielsetzungen
  • Sonderpädagogische Förder- und Beratungsstelle

 

Die Aufgaben der Lehrer und Sozialpädagogen finden Sie hierSymbol pdf.gif als PDF Datei.

 

Grundschule oder weiterführende Schule

  • Vorbereitung der Rückführung durch eine Bedingungsanalyse und Gespräche mit der Grundschule
  • Erstellung eines gemeinsamen Abschlussberichtes

  • Beobachtung unter den Bedingungen der Grundschule durch Sozialpädagogen
  • Beratungsgespräche nach Bedarf

   

Abschluss der Rückführungsphase

  • Die Rückführungsphase endet 6- 8 Wochen nach der Umschulung
  • Förderausschuss zur Festlegung der weiteren Schullaufbahn
  • Hilfeplangespräch zur Festlegung weiterführender unterstützender Maßnahme